Donnerstag, 13. August 2009

Daumen drücken bitte

Ich weiß nicht ob Sie es wußten, aber der Herr Lucky hat ja diese Woche Urlaub. Und was gibt es da Schöneres als ein wahrhaft häßlicher Geschäftstermin mittendrin? Richtig, außer Hämorrhoiden oder Darmkrebs nix.

Drücken Sie mir die Daumen, ich treffe den Haifisch vom Megakonzern zu einem Vier-Augen-Gespräch. Der Konzern ist unamused mit so einigem, was unser kleiner Streichelzoo so unternimmt, und bildet sich ein, sie können uns das verbieten. Oder alternativ dazu auch gleich ganz das Licht ausschalten.
Eine Runde Armdrücken ist angesagt. David/Goliath, Gallien/Rom, Sie wissen schon.

Update: Ich glaube ich habe es ganz gut gespielt, man wird sehen in den nächsten Wochen. Vielen Dank fürs Daumen drücken! Jetzt erstmal paar lecker Weißwein!

Mittwoch, 12. August 2009

Brandenburg teilweise rehabilitiert

Die Landschaft ist wirklich ein Traum, besonders so im Hochsommer, offen im Auto befahren. Grillenzirpen, frisch gemähte Felder und Wiesen, Hecken, Hügelchen, vergessene Dörflein mit seltsamen Namen (Afrika! Ohnewitz!), natürlich die Alleen, und alle naselang ein köstlicher kühler See. Man muß gar nicht etliche Stunden auf einmal am See verbringen, denn gleich kommt ja schon der nächste zum Reinspringen.

Und dann erfüllt es einen mit Trauer, wenn man sich vorstellt, welche Kulturlandschaft Brandenburg einmal gewesen ist, mit Gutshäusern, Teil des preußischen Musterstaats (hier alles von Fontane einfügen, machen Sie sich die Mühe doch selber) und heute ein recht menschenleeres, vergessenes Bundesland mit großem Imageproblem, gern gemieden. Verlassen von den Bewohnern, auf der Suche nach Chancen, die es hier nicht gibt, gemieden von Besuchern, die vorsichtig geworden sind angesichts der vielen Berichte über Rechtsradikale und ihre Untaten.
Auch ich bin bei letzterem nicht ausgenommen, und das nicht nur aus bloßem Vorurteil. Unvergessen, wie sich in Birkenwerder vor ein paar Jahren die Skinheads wie Zombies aus all den Haustüren pellten, und uns auf dem Weg zum rettenden Bahnhof wie ferngesteuert vor ihnen her trieben. Die Horden am S-Bahnhof Königs Wusterhausen, die einem den netten Nachmittagsausflug am Nottekanal nach Mittenwalde zu dieser leckeren Konditorei endgültig verleideten. Der leider notwendige Besuch einer Tankstelle auf dem Weg zum lieben Freund, der den Sommer in einer Klinik an der Müritz verbrachte, als die landschaftlich bedingte paradiesische Stimmung binnen Sekunden in blanke Angst umschlug, 12 bullige Skinheads verfielen in eisiges Schweigen, als ich eintrat, um meinen Sprit zu bezahlen (mit dem sie mich anscheinend gerne verbrannt hätten.)

Und doch die letzten Tage, die Landschaft, das Einfache, das Menschenleere - ach! Nach Nordwesten hin, den Montag verbrachte ich in Havelberg, immerhin eine Hansesadt, durch all die kleinen Dörflein, das wohlaufgeräumte und gepflegte Dörflein Nitzow, das Bad in der Havel inmitten blühender Teichmummeln und Blumenbinsen. Grillen in einem alten Hof, mit bewohntem Storchennest auf der Scheune.
Die Choriner Schorfheide am Samstag und Sonntag, nur eine Autostunde von Kreuzberg entfernt, viel kleinteiliger und urwüchsiger, wo sich viele alternativere Menschen angesiedelt haben in den kleinen Gemeinden mit bloß 20 Einwohnern, wo anscheinend noch oder wieder eine intakte Dorfgemeinschaft besteht. Der Bürgermeister bringt frisch gepflückte Pfirsische und Pflaumen vorbei, auf dem Gesindehof, den Bekannte seit Jahren mit viel Liebe zum Detail und altem pittoresken Krempel zum Gästehaus ausbauen. Ein kleines Paradies, mit Katzen, Hund, Ziegen, Schafen, Gänsen, Hühnern und Hasen. Das Wochenende mit Freunden und zunächst fremden Familien dort verbringen, am Samstagabend mit allen zusammen Pizza im Lehmofen auf dem Hof backen und essen, ein Hauch Italien in der Uckermark. Und mindestens 4x am Tag in den Düstersee, oder den Sabinensee, oder den Stiernsee. Leichte Ernüchterung auf der Liegewiese am Stiernsee, wo auch viel echte Bevölkerung den Tag verbringt. Dann wieder paradiesisch und auch noch ökologisch-biologisch speisen, ein Dorf weiter in einem halbrestaurierten Gutshaus.
Die einzige Bedrohung, die ich dieser Tage sah, war die Aufschrift "Keule kommt sofort" auf einem Lieferwagen, aber dabei handelte es sich lediglich um einen Antik-An- und Verkaufshändler.

Ach, Brandenburg, ich mag dich nicht aufgeben, aber leicht machst du es mir nicht gerade.

Dienstag, 11. August 2009

Go green

Heute Nacht bin ich vom einem Flashmob Bonduelle-Gemüse verfolgt worden, lauter Figuren in hautenges giftgrünes Lycra gepreßt, mit Gemüseanmutungen auf dem Kopf und an den Füßen.
Obs an der Trennkost liegt?

Samstag, 8. August 2009

Schatz, nimm dir Essen mit...

... wir fahrn nach Brandenburg!
Heute gehts bis morgen abend in einen kleinen Ort in eine Gegend mit dem attraktiven Namen Schorfheide Chorin.
(Ich spare mir jetzt das mit der Schorf-Heide)
Ich bin gespannt, und muß noch eben einkaufen, heute abend gibt selbstgemachte Pizza. Wie Grebe schon sang.
Und sobald ich die erste Glatze sehe, die nicht an einem über 70jährigen ist, dann bin ich sofort wieder im Auto und zack wieder in Berlin, hab ich alle schon gewarnt.

Donnerstag, 6. August 2009

Es geht eine Möse auf Reisen...

wandermoese

Wahrscheinlich immer noch besser als eine Wanderniere!

Besonders hinreißend der Zusatz "Nicht für Kinder geeignet!" Klaro, ist ja auch keine Mumu hintendran, kann man also keinen Nachwuchs mit machen.

(gesehen aufm Klo des Cinemax, nicht gekauft, was soll ich mit ner Möse?)

Mittwoch, 5. August 2009

Time after Time

Und wo du bist
da kann kein anderer sein.
Und würd ich wissen
wo das ist
dann würd ich wissen
wo kein anderer ist
dann würd ich wissen
wo das ist
(Peter Licht)


Happy Birthday, Lucky-Mom!
82 wärst du heute geworden, aber seit 460 Tagen bist du nicht mehr da.
Es gibt immer noch diese Momente, in denen ich gegen diese Wand renne.
Wie oft in den letzten Wochen, die ja insgesamt sehr schön waren, und wo ich dich gerne angerufen hätte,um dir zu sagen, wie gut es mir geht, zur Abwechslung.
Nevermore.
In diesen Momenten werde ich bitterböse wütend.

Dienstag, 4. August 2009

Krichste Krissel

Und wenn wer schon dabei sind: Bevor man irgendwelche möglicherweise nicht mehr ganz taufrische Körperteile nackt fotografiert, entferne man die Unterwäsche einige Zeit vorher, insbesondere solche, die hier und dort ein wenig kneift oder sonstige Preßspuren hinterlassen könnte.
Man sollte dann auch möglichst nicht sitzen oder liegen, und wenn, dann möglichst auf krisselfreien Oberflächen.

Mönsch, das wissen wir doch spätestens seit Calendar Girls!

Wort + Wahl

Werter Kollege aus der blauen Welt, "Schleim aus der Keule rubbeln" ist jetzt nicht die Wirtwahl, die mich in einen Zustand der Erregung versetzt oder eine Phantasien beflügelt. Bjäch!
Taschentuch?

Montag, 3. August 2009

Happiness (Extended Bonus Track Version)

Nach einem vollendeten Segeltag am Samstag heute wieder ein klassischer und heißersehnter Schlauchboottag auf dem Schlachtensee.
Nichts anders brauche ich, kein Mittelmeer, keine Schicki Strandbar (wir hatten wirklich genug zu trinken bei), keine Premiumflüge, und Monaco oder was kann sich gehackt legen.
Ich brauche genug Schlauchboote (heute waren sie luftmäßig alle ein wenig tückisch) für den Freundeskreis, vielleicht noch ein, zwei mehr, und eben den Freundeskreis, Everglam und unseren heutigen Gaststars. Mehr braucht man nicht, und dazu noch den dunkelflaschengrünen See, sachte Wellen, auf denen das Licht tanzt, und die richtige Temperatur. Besonders freundlich heute der Himmel, der sich bei über 30° zart verhangen hat, damit man nicht gleich ganz verbrennt.

Und wenn dann alle Freunde weg sind, und du noch ein wenig geblieben bist, weil du nicht gewußt hättest, wie du Auto hättest fahren sollen die Stille noch ein wenig genießen willst, du dich ganz nackt gemacht hast auf deinem Boot, mitten auf dem See mit den besten leider weit entfernten Freundinnen telefoniert hast, löst du den Anker und ruderst, weil dir das gefehlt hat.
Zuerst ruderst du Richtung Fischerhütte, was dir schwer fällt, dann ruderst du zurück Richtung seltsame Gräfin und dann bist du im Dschumm und willst gar nicht mehr aufhören zu rudern. Also ruderst du weiter Richtung Sonnenuntergang und es fängt an, ganz sachte zu regnen, klitzekleine Nadelstiche auf deiner aufgeheizten hungrigen Haut.
Das fühlt sich großartig an, und du ruderst auch weiter, als die Tropfen dicker werden. Du bist alleine unterwegs, die anderen Menschen, die rudernd oder schwimmend unterwegs sind, lächeln dir freundlich zu und du lächelst selig zurück.
Ein Marienkäfer landet entkräftet auf deinem dicken Zeh und du hast die Verantwortung, ihn zurück an Land zu bringen, denn egal, wie oft er seine Flügel aufpumpt, er kommt nicht weg. Ehrensache.

Ein kleiner Wind kommt auf, langsam wird es dunkler, und der Wind macht Wellen, die mit dir spielen wollen. Dir ist danach zumut und du läßt dich von ihnen über den nun finsteren See treiben, im leichten Sommerregen, und nutzt die Pause, um eine zu rauchen. Dann ist das genug und du testest deine Ruderkräfte unter den neuen Bedingungen, beobachtest einen wunderschönen Mann,wie er unglaublich zaghaft ins Wasser steigt, bis er endlich laut juchzend ganz eintaucht.

Nach einer Weile ruderst du zum Ufer, der wunderschöne Mann lächelt dich an, ekstatisch von seinem kleinen Wassererlebnis, du lächelst ekstatisch zurück, woraufhin der sich so erschreckt, daß er dir nur noch den Rücken zudreht. Egal, der Moment war magisch. Und der Hintern auch hübsch.

Deine fürsorglichen Freunde haben dir eine SMS geschickt, daß sie deine FlipFlops unter dem linken Vorderreifen versteckt haben, und so pflückst du dein Boot vom Wasser, setzt den Marienkäfer ins Gebüsch und gehst barfuß mit dem Boot auf der einen Schulter, den Taschen auf der anderen, die Böschung hoch, barfuß.
An diesem magischen Abend fügen sich Steine, Asphalt, Kiefernnadeln, Scherben zu einem sanften Teppich unter deinen zartrosa Fußsohlen, und so gelangst du zum Nonnenstift, in dem deine Mutter immer bei Schwester Dionysia (!) gewohnt hat, wenn sie in Berlin war, wo dein Auto steht und du langsam die Luft aus dem Boot läßt, immer noch in dem zärtlichen Sommerregen.
Völlig nackt stehst du vor dem Nonnenstift, als du dir die kurze Hose anstreifst, eine Unterhose läßt man an einem solchen Abend natürlich weg, dann verstaust du dein Boot, öffnest das Cabriodach und fährst bis zur Autobahn offen im sanften Regen beseligt in die Stadt zurück, die dir das alles bietet.

Sonntag, 2. August 2009

Smooth Sailing

Gut, daß man das Schlimmste gleich zuerst hinter sich bringen muß.
Das Schlimmste ist, abolut schwindelig vom steg ins boot zu kommen, und dann die ekligen Spinnen (eine besondere Sorte, die es wohl nur am Wasser gibt), die im Segel wohnen, mit einen astrofarbigen Handfeger ins Wasser zu bugsieren (und im Folgenden daran zu hindern, wieder ins Boot zu klettern.
Dann muß man sich an spinnenverhangenen Stegen bis zu einer offenen Stelle vorhangeln, bis man die segel setzen kann, wobei man noch ein paar Schiffe rammt, und dann, aber dann geht es los!
Einfach eine irrsinnig schöne Bewegung, so einfach mit nix, nur dem Wind, voranzukommen, mal rasant, mal gar nicht, und was ich irgendwie nicht in meinen Kopf bekomme, wie man in die eine Richtung segeln kann, obwohl der Wind ganz unlogisch woanders hin bläst.
Ich bin angefixt, Käpt'n Iris!
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