jeden tag 1 kleiner tod

Mittwoch, 18. November 2009

Apo-Eukalyptischer Karneval

Isch schtink no Eukalyptus,
isch bin enne Koala.
Alaaf!

Und das mir. Sogar Kettenrauchen (geht wieder!) hilft nicht gegen dieses Durchdrungensein von Eykalyptos. Alles schmeckt oder riecht so. Ürgs.
Warum heißt das eigentlich so? Ich würde es definitiv Dyskalyptos nennen! Bäh, Gelomyrtol.

Andererseits:
Knuddelbedürftiges Koalabärchen mit großen fieberglänzenden Augen in liebevoll treusorgende Hände abzugeben. Anyone?

Montag, 9. November 2009

Tunten & Technik III: Alaaaaarm bei Lucky

(aus der Reihe "Wie handwerklich begabte Homosexuelle sich selbst ganz professionell und ohne ADAC aus der Autopanne helfen"

Zu sagen, der Lucky wäre ganz entspannt bei seiner Deutschland-Durchquerung per Autobahn wäre genauso falsch wie die Behauptung, daß Gürtelrosen die schönsten Rosen seien.
Es hängt ja schließlich immer am ganz dünnen seidenen Faden, der Tank kann sich leeren, die Abfahrt verpaßt werden, ein Reifen platzen oder Herr Lucky einschlafen oder sich beim Spurwechsel vertun, um nur einiges zu nennen.

Jedenfalls, gestern in Herford (oder so ähnlich), Mitte der Strecke, vorbildlich und zum richtigen Zeitpunkt getankt, Proviant und Wasser für den Fahrer besorgt, losfahren wollen, da ertönt dieses penetrante Tüdelüdelüdelüdelüdelüdel, welches mir sagen soll, daß mit dem Auto was nicht stimmt, und die STOP-Leuchte blinkt auf, die mir sagt, daß ich sofort das Auto stehen lassen und mich an einen Vetragshändler wenden soll. Um acht Uhr Sonntag abend, auf einem novembernachtdunklen Rastplatz in Herford. Wo ich eben noch vorm Toilettenbesuch beschlossen hatte, dieses Mal auch zu reagieren, wenn vor mir wieder jemand so mit seinem Gemächt vor mir wedelt wie bei der Hinfahrt.

Ich schweife ab. Also erstmal Geräusch ignorieren. Leider eskaliert es, bevor ich den Parkplatz verlassen habe, also zurücksetzen und wieder parken. Motor aus, Motor an. Jetzt gehts! Nee, doch nicht.
Ich weiß nicht, obs nur mir so geht, wohl nicht, aber der Anschein von gutsortiert, fachmännisch und selbständig in der Welt zurecht kommen ist zumindest bei mir hauchdünn bis fadenscheinig, und in solchen Momenten knäult sich der weitläufige Magen des Lucky zu einem kleinen ängstlichen Mäuschen und Lucky selbst mutiert zu einem hilflosen 3jährigen, der mal wieder was angestellt hat und bestraft werden muß.
Also Aktion: Motorhaube auf (sieht immer professionell aus und vielleicht kommt jemand helfen, neugierige Menschen gibts ja immer) und Handbuch raus. Hmh, Kühlfüssigkeit, Bremsflüssigkeit, Motoröl. Kühlflüssigkeit, könnte es sein, Motor ist ja sehr heiß, oder kommt das vom 180-Fahren? Wasser ist ja da. Nimmt man da Wasser, oder was spezielles? Mal in den Tankshop fragen. Oh, der ist sehr voll, und womöglich die Frage peinlich. Sowas weiß ja schließlich jeder, der Auto fährt. Eigentlich.
Oder einfach auf dem Parkplatz in ein kleines Knäuel zusammenknäueln und sterben, unauffällig? Oder doch den ADAC anrufen? Motorhaube wieder zu, Motor an. Tüdelüdelüdelüdelüdelüdel. Rückwärtsgang, komisch, dann tütets nicht. Also los. Doch nicht, es fängt wieder an.
Blanke, nackte Verzweiflung, sogar Rauchen ist vergessen. Es sind doch noch 380 km bis Berlin!
Schluck Wasser aus neu gekaufter Flasche, das Tüdeln hört auf. Gut. Wasser absetzen, Mist, jetzt fängt es wieder an.

Moment.

Wasserflasche anheben. Tüdeln hört auf. Wieder abstellen, Tüdeln fängt an. Nachschauen.
Oh. Die Wasserflasche stand auf dem Schalter zum Öffnen des Cabriodachs. Das löste den Alarm aus.

Und so hat Herr Lucky einiges Geld gespart, den ADAC nicht gebraucht, sich nicht im Tankshop vor restjugoslawischen Truckern blamiert und einen alarmierenden alarmauslösenden schweren gravierenden Ausnahmefehler an seinem Auto selbsttätig mit seinen eigenen Händen behoben (so wie damals das mit der Fußmatte, s.o.) und kann wieder in die Nacht hinausfahren.
Der Magen allerdings entknotete sich erst bei Helmstedt.

Sonntag, 8. November 2009

Perfide

Gestern auswärts festgestellt, daß der Muff eines seit anderthalb leerstehenden Hauses mit gut gefüllten Schränken sich dann doch überall drauflegt, wie ein öliger Film.
Während man drinnen ist, bemerkt man ihn kaum, erst wenn man sich in lebendiger Umgebung befindet, riecht man wie 3 Altenheime.
Ich fahre dann heute mal zurück, 1/4 des Ausräumens erst erledigt, und wasche alles gründlich. Dann doch lieber nach kalten Rauch stinken.

Donnerstag, 5. November 2009

Schuhe

Heute 68 Paar Schuhe in Müllbeutel verpackt.
Meine Mutter war sicher keine Imelda Marcos, aber immer auf der Suche nach dem perfekten bequemen, und möglichst auch nicht zu häßlichen Schuh für ihre geschundenen Füße und Knochen - eine Utopie, wie es scheint.

Samstag, 24. Oktober 2009

Duster

Also von mir aus können wir die Uhr auch schon jetzt umstellen, wird eh nicht mehr hell bis März.

Freitag, 18. September 2009

Tod am Morgen

Liebe kleine große Spinne,
die du jetzt tot und zerquetscht in der Zimmerecke liegst, es tut mir leid.
Aber wenn du dich mit deinen langen langen Beinen sonstwo und nicht direkt vor meinen Augen, noch vor dem ersten Morgenkaffee, abgeseilt hättest und mir gezeigt hättest, was man mit acht langen langen Beinen alles so veranstalten kann, daß ich schielen mußte, dann könntest du weiter diesen herrlichen Frühherbsttag genießen, und vielleicht noch deine Kinder und Kindeskinder irgendwo versteckt hüten.
Wärst du deinem Tagwerk irgendwo auf der Terrasse nachgegangen, oder in einer weniger bewohnten Ecke der Wohnung, dann hätte ich das getan, was ich meist tue, ignorieren und hoffen, daß es sich von selbst erledigt, aber so hast du die brutale Aktion selbst herausgefordert und bist eines langen qualvollen Todes gestorben. Hättest du wenigstens die zweite oder dritte Tasse Kaffee abgewartet, wäre ich im Vollbesitz meiner motorischen Fähigkeiten gewesen und hätte ein passendes Gerät gefunden, um dich nach draußen zu bugsieren und nicht diesen komischen Schrubberersatz, mit dem ich dich immer nur halb treffen konnte. Schlechtes Timing, Baby.
Es tut mir leid, aber du bist selber schuld. Falscher Ort, falsche Zeit.

Dienstag, 8. September 2009

Elektrolytverlust

Aua aua aua, dabei wars doch so ein reizender Abend mit dem Herrn Spango und Glammie, aber der letzte Wodka-Cranberry war dann wohl doch einer zu viel.
Es ist schon ein Verbrechen, daß Herr Spango so geizig mit sich umgeht und seine Weltsicht schon länger nicht mehr verbloggt (er hat Besserung versprochen), und außerdem mir nicht sein Herz, seinen Geist und seinen Körper schenkt (keine Besserung in Sicht).
Immerhin habe ich ihm ganz brachial gestanden, daß ich ihn vom Fleck weg heiraten würde, so hab ich das wenigstens aus dem System. Neben einigen anscheinend lebenswichtigen Elektrolyten, die fehlen. Aua aua aua.

Mittwoch, 5. August 2009

Time after Time

Und wo du bist
da kann kein anderer sein.
Und würd ich wissen
wo das ist
dann würd ich wissen
wo kein anderer ist
dann würd ich wissen
wo das ist
(Peter Licht)


Happy Birthday, Lucky-Mom!
82 wärst du heute geworden, aber seit 460 Tagen bist du nicht mehr da.
Es gibt immer noch diese Momente, in denen ich gegen diese Wand renne.
Wie oft in den letzten Wochen, die ja insgesamt sehr schön waren, und wo ich dich gerne angerufen hätte,um dir zu sagen, wie gut es mir geht, zur Abwechslung.
Nevermore.
In diesen Momenten werde ich bitterböse wütend.

Freitag, 24. Juli 2009

Wenn die Kannen Trauer Tragen

kanne

(Hatte grade beim Donnerschlag und in diesem Gewitterlicht einen kleinen Zwerg-im-roten-Lackmantel-Moment im Augenwinkel. War aber gottseidank nur die Gießkanne.)

Donnerstag, 2. Juli 2009

Du erinnerst mich an Hiebe

Ich schätze ja Anette Humpe sehr, aber die letzte Ich+Ich-Platte hört sich nun wirklich an wie die singende klingende Telefonseelsorge, und dieser singende Tanzbär ging noch nie.

Habe mich immer gewundert, wie die mit ihren depressiven Liedern (und ich bin da als schwermütige Kuh weiß Gott offen für) so einen Riesenerfolg hinlegen konnten und sogar die scheußliche Ozwei-Halle vollkriegen. Sie haben es ganz einfach geschafft, die deutsche Johanniskraut- und Therapierten-Gemeinde anzudocken, und jetzt sieht man mal wie riesig die ist.

Andererseits grandios und konsequent: Wenn ihr nicht so ist, dann tritt sie einfach nicht mit auf, bleibt zu Hause und läßt den singenden klingenden Tanzbär alleine machen, O-Zwei hin oder her, das finde ich dann schon wieder anbetungswürdig.
logo

lucky strikes

the sacred and the profane

So viel Rauch, so wenig Feuer?

Du bist nicht angemeldet.

Rauchzeichen an:

luckystrike-ätt-wolke7-punkt-net

kiekste, wa?

zauber

Schall & Rauch:

*fingerheb*
Allerdings dachte ich, es hiesse "us" und nicht"os"....
larousse - 2009/11/20 23:02
Weg ok,
aber nicht ohne ein Foto, Herr Lucky! Ich hatte noch...
larousse - 2009/11/20 23:00
bart sieht bei mir auch...
bart sieht bei mir auch scheiße aus - ein paa...
spango - 2009/11/20 21:25
Halbvoll, halbleer, gescheckt
Dachte ich mir, wenn ich hier eh schon in Quarantäne...
luckystrike - 2009/11/20 13:55
I've come to wish you...
because you're evil and you lied. Und weil du es bestimmt...
luckystrike - 2009/11/19 13:35
Apo-Eukalyptischer Karneval
Isch schtink no Eukalyptus, isch bin enne Koala. Alaaf! Und...
luckystrike - 2009/11/18 22:34
Quarantäne leicht...
So, das Fieber ist wohl jetzt größtenteils...
luckystrike - 2009/11/18 13:12
Gin-Getränke!? Sie...
Gin-Getränke!? Sie meinen Aufgüsse mit Wacholderextrakten!?...
luckystrike - 2009/11/18 13:01

last year's kisses

Es lebt

Online seit 1615 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2009/11/20 23:02

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