temple of love

Sonntag, 17. März 2013

Tränen für Mogli

Es ist schon etwas unglaublich, besonders wenn man weiß, daß ich Hunde an sich nicht so dolle mag, aber nun sitze ich hier im verfrorenen Berlin und heule, weil auf Ibiza ein Hund gestorben ist.
Gerade heute mittag fand ich noch beim Durchsortieren Fotos von ihm und bekam ein ganz intensives Gefühl und dachte: das ist nicht einfach so ein Hund, das ist jemand, den man regelmäßig sehen und besuchen müßte, so wie einen guten Freund oder einen alten Verwandten. Und bekam so ein bißchen Sehnsucht.
Mogli war nänlich kein normaler Hund, er war ein Gentleman, ein Sean Connery unter den Hunden, ein Hund wie ein Haus.
Als ich das zweite Mal auf Ibiza war, ging es mir nicht besonders gut, nach meinem Burnout und mit Depressionen. Mogli hat sich aber ganz ganz großartig um mich gekümmert, leistet mir immer Gesellschaft, wenn ich alleine zuhause war, paßte auf mich auf, und wenn ich jemand zum ganz fest halten brauchte, ließ er es geschehen - und er war ja ganz großartig gebaut zum Festhalten, so ein großer Hund. Ich hatte das Gefühl, als ob er genau wußte, was ich brauchte, als könnte er in meine Seele sehen.
Ich werde Mogli nie vergessen und ihn sehr vermissen, wenn ich mal wieder nach Ibiza kommen sollte.
feet

Donnerstag, 20. September 2012

Beauty, sheer and simple exuberant Beauty

herbstanemone

Eigentlich noch perfekter als ne Rose. Gestern bei mir auf der Terrasse. (Heute auch noch.)

Donnerstag, 28. Juni 2012

Bilder einer Einstellung

Bei Diane Arbus gewesen, also ihrer Ausstellung, und geweint und gefühlt. Geweint vor so viel Schönheit, Liebe im Blick, Erkennen und Anerkennen und gleichzeitigem Erhöhen und Sein-Lassen des anderen/Anderen.
Mein Lieblingsbild und das, und das, und das und ganz beonders das!

Diane Arbus über ihre Fotografien: "They are proof that someting was there and no longer is. Like a stain. And the stillness of them is boggling.
You can turn away but when you come back they'll still be there looking at you."

Und der Blick ruft sofort ein Gefühl hervor, längst verschüttet, erinnerte mich an jemanden und seinen Blick: Jürgen Baldiga, meinen Ex von vor vielen Jahren, selbsterklärter Jünger von Diane Arbus, Engelmacher, nun schon seit 19 Jahren tot, und an die Zeit. Seinen Blick, sein Staunen, seine Neugier, seinen Trieb, wie er Menschen erkannte und inszenierte und mit seiner Liedenschaft paarte, zu Ikonen.

Wie ich versuchte Bomec, mit dem ich die Ausstellung besuchte, die Welt von vor 20 Jahren zu schildern, zu erklären, nahezubringen, und scheitern mußte, was nicht an meinem Zuhörer lag, gierig und wißbegierig und innen und außen intelligent, wie er ist, sondern an der Unmöglichkeit, ein Universum zu beschwören, das nur kurz aufflackerte und längst verschollen ist, deutlich größer als ich und dann doch nur begrenzt. Romantik, Episode Berlin 1986-1993.
Eine Wolke über uns, weil er gerne begriffen und gekannt hätte, was nicht mehr möglich ist, Melancholie über Nicht-Gekanntes und bei mir über Längst-Vergessenes.
Und doch, sehr emotionalen Abend verbracht mit den Bildbänden von Baldiga und Arbus, und sehr sehr glücklich gewesen, daß ich doch nicht vergessen hatte, was ich längst schon vergessen geglaubt.
Gehen Sie hin, so viel Schönkeit und schönes Empfinden kriegen Sie for 10 Euro, ach, für 1000 Euro so schnell nicht wieder!

Dienstag, 8. Mai 2012

Skins

Grade die 5. Staffel der britschen Serie Skins geschaut (lassen Sie die Finger von dem amerikanischen Versuch, das ist nicht übersetzbar)

Hach! Es geht pro 2 Staffeln immer um 2 Jahre im Leben von 6 Teenagern um die 16 oder 17 in Bristol.
Die Kids versuchen zwischen hormonellem Aufruhr, kaputten Elternhäusern, irren und/oder abwesenden Eltern und einer derelikten Schule in Broken Britain ihr Leben und ein wenig Glück zu finden. Drogen und Alk sind unendlich und frei verfügbar, und werden entsprechen genutzt. Es ist eine Utopie, zeitgleich eine Dystopie, aber als solche hyperrealistisch. Gerade in den teilweise völlig krassen Geschichten wird eine große, harte, und auch zarte Wahrheit erzählt, die dem State of Mind der Kids entspricht - und: States of Mind are real enough.
Die Enge der Welt, der Schule, die Engstirnigkeit und Willkür der erwachsenen Gesetze, die eigenen Komplexe, die Unzulänglichkeit.
Der freie Fall, die große Freiheit, die große Verlorenheit, die Nichtahnung und Nichtachtung von Konsequenzen - der Horizont ist groß und leer und zeitgleich voller Scheiße, es sei denn man tupft sich ein schönes Wölklein hinein - all das, was wir "Erwachsenen" verloren haben. Die große Utopie des Teenage. Sie werden vielen an einen Phantomschmerz oder einem leichten Ziepen hier oder einem harten Schlag ins Herz dort wieder erkennen.
Alle zwei Staffeln wird die gesamte Cast ausgetauscht, was absolut konsequent ist - nicht das langsame Anpassen und Einordnen ins Leben ist interessant, sondern der große Vortex davor.
Die Serie hat schon viele großartige Jungschaupieler hervorgebracht, so grandios ist das Casting und die Arbeit mit den Jungs und Mädels, die vorher meist Laien waren.
Das müssen Sie gesehen haben.

Die ersten beiden Staffeln (wir berichteten) sind mit das großartigste, was ich jemals gesehen habe, die 3. und 4. litt etwas an Schreibschwund. Mit der fünften knüpfen die Macher wieder an die Großartigkeit des Anfangs an, und im Nachhinein kann man dann auch die 3. und 4. Staffel sehr gut noch einmal schauen.

Sonntag, 6. Mai 2012

Machen Sie doch mal was Schweinisches

und schauen Sie sich diese Bilder an. Macht garantiert glücklich. (Und sind auch jugendfrei, keine Angst)

Freitag, 20. April 2012

Disco's not Dead!

But alive and kickbiking, jedenfalls sah das heute mittag so aus.
Ich überholte ein Fahrrad, auf dem ein lächelnder Brasilianer mit Afro und Pornoschnäuzer eine riesige Discospiegelkugel auf dem Rücken transportierte. Fehlten eigentlich nur noch goldene Hotpants.

Montag, 16. April 2012

My Precious

...wenn der dicke bullige tätowierte kurzgeschorene verschwitzte verdreckte Typ, der die Karren mit den Abfällen mit grimmigem Ausdruck durch die Potsdamer Platz Arkaden schiebt, einen Overall an hat, hinten versehen mit dem Aufdruck: "Bijou Brigitte"

Mittwoch, 14. März 2012

Hommage

Das ist vielleicht die schönste Homage an eine Person, die ich je geschrieben habe. Wenn ich das selber mal so sagen darf.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Alles was wir geben mußten / Never let me go

Kleiner, aber sehr großartiger Film!

Ein Kinderheim in der englischen Provinz in den 70ern, süße Kinder, wohlerzogen, vielleicht ein wenig ärmlich, aber wohlversorgt. Gefilmt in den warmen, sanften Tönen, die man aus englischen Filmen so kennt, viel englische Countryside.
Aber: die Kinder sind gezüchtet, geklont, sie leben nur, um später als Organspender verwendet zu werden, denn in den 50ern sorgten aufsehenerregende neue medizinische Erkenntnisse dafür, daß alle Menschen krankheitsfrei über 100 Jahre alt werden können. Zum Preis der extra dafür gezüchteten Spender-Menschen.
Die Kinder wissen das, aber sie verstehen es noch nicht, bis eine neue Lehrerin ihnen das in Worten erklärt, die auch die Kinder verstehen. Der Aufruhr, das Auflehnen aber bleibt komplett aus. Still und sanftmütig akzeptieren die Kinder ihr Schicksal.
Wahrhaft herzbrechend die Szene, als die Kinder eine Lieferung von Spielsachen bekommen, die sie sich von durch kleine schulische Leistungen erworbenen Plastikchips kaufen können.
Es sind alles gebrauchte Spielsachen, die meisten davon kaputt oder sehr schäbig. wohl gespendet von der Welt da draußen.
Der Film folgt dem Schicksal von 3 Kindern, die als junge Erwachsene von einer sehr intensiven Carey Mulligan und einem unglaublichen Andrew Garfield dargestellt werden, sogar Keira Knightley, deren übliches Zähnefletschen ihr eigentlich nur eine Gastrolle in der nächsten Alien-Sequel sichern sollte, macht ihr Ding gut.
Es ist ein sehr ruhiger Film, in schönen Bildern, bis auf zwei poignante Szenen ohne nennenswerte Gefühlsausbrüche; die Charaktere sind in der ruhigen Welt gefangen wie in Melasse und ergeben sich weitgehend ruhig undwürdevoll ihrem unwürdigen Schicksal. Keine Revolution, keine Wut, keine Verzweiflung, kein Schrei nach Rechten, keine Fluchtgedanken.
Und genau darin liegt der wahrhaft genial perverse Kniff der Erzählung: Als Zuschauer ergibt man sich ja der Erzählhaltung, der Anglist nennt es the willing suspension of disbelief, also die willentliche Haltung, das Gesehene so anzunehmen, wie es erzählt wird. Und so übernimmt man weitgehend die Haltung der Figuren, nur am Rande fragt man sich, warum sie sich nicht auflehnen oder ist empört über das unmenschliche System. Man wird quasi zum Akzeptieren manipuliert, und wundert sich über die seltsame gleichmütige leicht melancholische Identifikation mit dieser unertraglichen Welt, die einem gezeigt wird.
In den letzten Worten des Films offenbart sich dann das wahre Ziel des Films:
What I'm not sure about, is if our lives have been so different from the lives of the people we save. We all complete (=die). Maybe none of us really understand what we've lived through, or feel we've had enough time.

Es ist gar kein Film über die unmenschliche Sitation der geklonten Organspender, es ist ein Film über unser aller unmenschliche Existenz. Und die stille, heldenhafte Ergebenheit und Würde, mit der die meisten von uns jeden Tag bestreiten.
Genial.
(Und ganz ausnahmsweise ist soger der deutsche Verleihtitel viel besser uns treffender als der originale.)

Freitag, 23. Dezember 2011

Aaaaaaaw - Cuter than a Casket of Kittens!

Also wenn dieser Jake Gyllenhaal meiner wäre, würde ich meine Tage nur noch damit verbringen, seinem Gesicht zuzuschauen, wie es unglaublich süße und lustige Sachen tut. Ich würde lachen und weinen und ihn so so lieben, den ganzen lieben langen Tag.
(Nicht, daß der Rest unappetitlich wäre!)
(Gestern Source Code geguckt, feiner Film, aber noch besser sind die Interviews, unfaßbar was Jake mit seinem Gesicht so anstellt, einfach nur während er redet.)
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lucky strikes

the sacred and the profane

So viel Rauch, so wenig Feuer?

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kiekste, wa?

majestaet

Schall & Rauch:

geile bsau
geile bsau
marco (Gast) - 2014/08/17 11:11
Merengue
Ich liebe Tango. Bzw. ich liebe Lateinamerikanische...
Sepp (Gast) - 2013/12/13 15:12
Goodbye Vienna! Hello...
Liebe Herrschaften und Herrschaftinnen, Sie müßten...
luckystrike - 2013/03/23 21:30
Naja, wie alle halt ich...
Naja, wie alle halt ich diese weiße kalte Hölle...
luckystrike - 2013/03/23 19:55
Nein, ich meinte doch,...
Nein, ich meinte doch, seit diesem Posting wieder etwas...
arboretum - 2013/03/23 19:21
Klar gehts besser. Aber...
Klar gehts besser. Aber ein bissel Trauer für...
luckystrike - 2013/03/22 20:54
Treue Seele. Ich hoffe,...
Treue Seele. Ich hoffe, es geht Ihnen wieder besser.
arboretum - 2013/03/20 18:16
Tränen für...
Es ist schon etwas unglaublich, besonders wenn man...
luckystrike - 2013/03/17 18:04

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