Samstag, 8. Januar 2011

Abstand (halten)

Die letzten Tage ein wenig traurig gewesen, aus gutem Grund. Also, aus positiven Beweggründen jetzt, nicht aus negativen.

Jetzt doch seit über 4 Monaten aus meiner Depression hinaus, wohl tatsächlich eine (vorläufige) Heilung, halbwegs stabil, und das ohne Medikamente (ja, so dumm war ich auch). Und mit diesem Abstand wird mir auf einmal klar, welch ein Leben und Empfinden ich für mich als gegeben, verdient, alltäglich, für mich passend und selbstverständlich akzeptiert hatte, über die Jahre.

Mit dem Abstand erschrickt mich nachträglich sehr, wie dramatisch das an sich war, manche Tage, Wochen, Monate, Jahre, welche Meinungen und Überzeugungen man so in sich horten konnte, wie schlecht man sich versorgen kann, nur weil man irgendwo tief drin denkt, das stünde einem nicht zu, und in welch akut verwirrten Situationen ich so steckte. Und ich bin meiner Therapeutin im Nachhinein dankbar, daß sie es nicht für mich dramatisierte, es ist wohl besser einen Schlafwandler nicht zu wecken, bis er in sicheren Gefilden ist..
Ich möchte manchmal heulen (und tue das auch), aus Selbstmitleid, und das ist mir auch ein wenig peinlich.

Mittlerweile habe ich das neue, unbekannte Gefühl, daß ich weniger fühle. Vieles berührt mich nicht, meine Familie ist mir egal oder nervt, gibt mir aber nichts mehr. Das leere Mutterhaus war nur noch ein leeres Haus, sonst nichts. Ich bin sicher zur Zeit ein schlechter Freund, weil ich so wenig mitfühle und meinen Abstand halte. Ich kann, oder um es mit Heidi zu sagen, ich will nicht. Ich brauche das jetzt so. Nur das Drama kann/will ich jetzt nicht teilen. (Und bitte vergeßt nicht, daß ich dennoch immer für euch da bin und alles tun würde für euch!)

Ich fühle mich neuerdings meist ruhig, kühl und klar und, und das ist neu, distanziert. Damit fühle ich mich nicht besonders wohl, es ist mir ungewohnt und frend und schien mir immer wenig erstrebenswert und verursacht mir Schuldgefühle. Jedoch versichert meine Heidi mir, daß das ein sehr gesunder und richtiger Zustand sei.

Nun, wir werden sehen, aber es fühlt sich immer mehr wie ein neuer Lebensabschnitt an, der vor 4 Monaten begann.

(Und ja, es ist mir unendlich peinlich, das hierhin zu schreiben, soviel "ich" und "fühle", aber es ist eine Flaschenpost an mich für später, und auch eine für diejenigen meiner Leser, die ähnliche Themen haben, ich weiß es gibt einige. Soll heißen, seht her, vielleicht geht's!)

Donnerstag, 6. Januar 2011

Dolles Ding,

Huepfball

so ein Hüpf-Sitzball! Gibts das eigentlich auch für Männer?

Mittwoch, 5. Januar 2011

Pageturner

Wow, das ist mir auch lange nicht mehr passiert, bin komplett übernächtigt, weil ich nicht ins Bett kam, und das alles wegen einem BUCH: The Hunger Games von Suzanne Collins, natürlich ein Tip vom Herrn Glam und ein Geschenk von meinem Ninchen.

In einem dystopischen Amerika der Zukunft gibt es noch ein Capitol und 12 Distrikte, in denen die Menschen elend vor sich hin existieren, in Armut, Hunger und unter schlimmsten Lebens- und Arbeitsbediungungen. Jährlich finden die Hunger Games statt, aus jedem Distrikt werden je ein Junge und ein Mädchen zwischen 12 und 18 per Los ermittelt, die an Gladiatorenspielen teilnehmen müssen, ein wenig wie RTLs Dschungelcamp, nur ohne Scheinpromis, dafür aber auf Leben und Tod - es kann nur einen Überlebenden geben.
Wir folgen der 16jährigen Catniss auf ihrem Weg, einem früh hart und illusionslos gewordenen Mädchen aus dem ärmsten Distrikt.
Für ein Jugendbuch (und eigentlich auch sonst) eine ungemein krasse Versuchsanordnung, perfekt und fast schnörkellos durchgeführt von der Autorin, eine echte Achterbahnfahrt.
Und ich hab jetzt noch mehr Ringe unter den Augen. Und werde natürlich gleich die weiteren beiden Bände der Trilogie lesen.

Samstag, 1. Januar 2011

Lucky's Eleven

Heute nachmittag fast erfroren, und das in meiner eigenen Wohnung - und dabei ist es sowieso hoffnungslos zu glauben, man bekäme eine ausgewiesene Raucherwohnung einigermaßen rauchgestanksfrei für den Besuch einer gestandenen 2jährigen jungen Dame.
Der Dame wars dann aber auch einigermaßen egal, und wir samt Anhang hatten einen schönen Nachmittag - es gibt doch fast nichts Schöneres als (kleine) Kinder.

Der Silvesterabend ebenfalls gelungen, ein Experiment, das erste Mal gewollt allein.
Und schön nach 12 die Rocky Horror Picture Show geschaut und alle, ja alle Rollen mitgesungen - was braucht man Böller, um böse Geister zu vertreiben?

In diesem Sinne, liebe Herrschaften, ein wunder-volles neues Jahr Ihnen allen da draußen - Don't dream it, be it!
(und ich bleibe, mit Verlaub, bis Montag mittag noch hier drin)

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Allein Allein

Für die meisten ist allein sein gleichbedeutend mit einsam sein und damit schrecklich und unerträglich, mir ist das noch nie passiert.
Ich bin gern allein und fühlte mich nur ganz selten einsam - das wurde gut trainiert in Kindheit und Jugend, ohne Freunde auf so einem Mistdorf.
Nach 1450 km und insgesamt über 25 Stunden Autobahn mit 96 Stunden "Weihnacht" dazwischen ist meine soziale Kapazität ausgereizt. Und gegeben hat mir das ganze auch nichts außer einer tiefen Erschöpfung. In den letzten Jahren war das Weihnachten mit der Restfamilie wichtig für das Vorankommen, die Trauerarbeit. Dieses Mal war es eine sinnlose Pflichtübung, nicht mal "Frohe Weihnachten" haben wir uns untereinander gewünscht, der von meinem armen Schwager mühevoll aufgestellte Weihnachtsbaum blieb ignoriert, und das leere Haus war einfach nur noch kalt und leer und keine Heimat mehr.
Ich glaube ich werde mir das nächstes Mal sparen. Und die nächsten Tage in Quarantäne zuhause verbringen, gut gepolstert mit Entertainment und lecker Essen und Trinken. Und Silvester werde ich garantiert keinen Fuß vor die Tür setzen. Auch ein erstes Mal.

Freitag, 24. Dezember 2010

reisen im winter

Geil, seit 13 uhr gestern im auto unterwegs und jetzt sinds nur noch 80 km und das fuer gesamt 720 km!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Der Weltfrieden ist nahe!

Woher ich das weiß?
Ganz einfach, ich habe sichere Indizien!
Es ist nämlich so, daß der Herr Lucky vor kurzem mal wieder den Geldbeutel verloren hat, mit Perso, Führerschein usw. Na gut, es ist zwei Jahre her, aber wissen Sie, wie die Zeit rennt? Vor allem wenn man immer für NÄCHSTE Woche plant, mal einen Tag auf dem Bürgeramt zu verbringen, und niemals DIESE Woche? Sehnse! (Und dabei liegt das Amt direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.)
Jedenfalls, im Internet einen Termin gemacht, und gesagt, na, das glaub ich erst, wenn ich es sehe. Gesehen habe.
Also gestern morgen eine Viertelstunde vorher hin, um diese grottenhäßlichen Fotos zu machen, und siehe da, nein, ich habe keine 7 € in Münzgeld dabei, also wieder raus, wechseln, Fotobude niederstarren, 4 häßliche Fotos entnehmen, in den Warteraum, und Oh Wunder, meine im Internet gezogene Nummer leuchtet schon auf.
Der Wartesaal sah ansonsten aus wie ein Flüchtlingscamp im Bosnienkrieg, dreifach überbesetzt, Menschen in 4lagiger Winterkleidung und entsprechender Aromaentwicklung saßen in den Pfützen aus Schneematsch aus Moonboots, Babyspei und was es sonst noch so gibt.
Herr Lucky blickt nur kurz drüber und eilt dann zu Zimmer 2, wo er namentlich empfangen wird. Von einer großen Delphin-Freundin, wenn man das von den 20 Delphin-Postern an so urteilen kann. Naja, everyone has a happy place.
Die Sachbearbeiterin hat außerdem sogar ein kleines EC-Lesegerät am Pult, wo ich gleich zahlen kann, also nicht raus an die Kasse anstellen, und wieder warten.
In einer Viertelstunde war ich fertig, nur unterbrochen von einer Kollegin: "Vera, du mußt helfen! Da ist ein Kunde, der will seinen Personalausweis im INTERNET benutzen1 Was mach ich denn da?" "Ich kann jetzt nicht, ich hab Personalausweis UND Führerschein!" "Oh" "Da mußt du Frau Müntzer anrufen, die hatte sowas schon mal, glaube ich."

Fun Facts: Wenn man sich den Führerschein zuschicken läßt statt abzuholen, hat man ihn in 3 Wochen statt 6 Wochen. Der Perso dagegen kann nicht zugeschickt werden, und man sollte nach Eingang des Bescheids noch 7-10 Tage warten, bevor man ihn abholt.

Vera, meine Delphinsachbearbeiterin hat es aber glaub ich doch nicht richtig verstanden, als ich meinte, daß jetzt Weltfrieden und Abschaffung des Hungers in greifbare Nähe gerückt seien, wo sie doch den Ämtergang mittlerweile auch in den Griff bekommen haben.

Freitag, 17. Dezember 2010

Wishful Drinking

ist wirklich ein verdammt guter Buchtitel.
Verdammt, daß Carrie Fisher ihn schon benutzt hat.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Rückrufaktion

Eigentlich gefällt es mir ganz gut, daß mein Mobiltelefon weg ist, one less bell to answer.
Andererseits sind, fürchte ich, alle gespeicherten Nummern wahrscheinlich auch weg, wenn Sie also so freundlich wären, mir Ihre Nummern nochmal per Mail zukommen zu lassen? Wär doll!
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marco (Gast) - 2014/08/17 11:11
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luckystrike - 2013/03/23 19:55
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Nein, ich meinte doch, seit diesem Posting wieder etwas...
arboretum - 2013/03/23 19:21
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Klar gehts besser. Aber ein bissel Trauer für Mogli...
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Treue Seele. Ich hoffe, es geht Ihnen wieder besser.
arboretum - 2013/03/20 18:16
Tränen für Mogli
Es ist schon etwas unglaublich, besonders wenn man...
luckystrike - 2013/03/17 18:04

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