Sonntag, 6. Juli 2008

Meteorotik

Komme grade erst wieder zu mir - man vergißt die Elementargewalten einfach zu leicht.

Grade beim Blumengießen mit dem Schlauch, das dauert immer mindestens eine Stunde, die Haut noch am Glühen von einem eigentlich bewölkten Bootstag mit Glammie, leicht enttäuscht, aber nicht deprimiert von einem zwar vorhersehbar geplatzten, aber durchaus nicht möglichkeitslosem Date auf dem See, überrascht mich ein warmer Sommerschauer.

Da die Schultern eh brennen. schnell das Hemd aus, wunderbar die Kühle, und das Prickeln. Ein Blick rundum, ok, die Lesben gegenüber gießen auch, egal, die interessiert das eh nicht, die Hosen auch aus, und schon steht er da, der Lucky, in voller Pracht, und genießt den warmen, zarten Sommerregen, der sich mal zart, mal heftig, warm, aber kühlend, prickelnd und anregend über ihn ergießt.

Lachen Sie nicht, probieren Sie's! Los! Nicht so zimperlich! Eh der Regen nachläßt!

(Der einzige Nachteil, es regnete in den Weißwein und die Zigaretten wurden naß. Dafür der Rest aber auch!)

(Und da hängt man Monate in den blauen Seiten rum, und alles was hätte passieren können, wäre nicht annähernd halb so schön gewesen wie dies.)

WICHTIGER NACHTRAG: DAS HIER war ich aber nicht. Ich würde nie 41jährige Frauen mit Ventilatoren bewerfen. Egal, wie heiß es ist!

Unter Globetrottern

Gestern in eine völlig neue Welt vorgewagt, weil der gute Glam unsere Anke versenkt hat. Anke, das war unser Anker Engelke, ein Klappanker für unsere Schlauchbootflotilla.
(Mein Verdacht ist ja, daß er sie nicht hochholen wollte, weil sie immer schrecklich gemüffelt hat, vom Schlachtenseeschlamm.)

Jedenfalls haben wir jetzt eine neue, die heißt Ulrike.

So ein Globetrotter-Geschäft ist eine Parallelwelt, bevölkert von strammen drahtigen Personen mit Abenteuer und Kompetenz im Blick, die fachmännig Regale mit für mich nicht zuordnungsbaren Inhalts mustern, den Gipfel jederzeit im sicheren Blick.
Alle tragen VERNÜNFTIGE Kleidung, wetterfest und atmungsaktv, und selbst die Sandalen sind stabil und haben ein ordentliches Profil. Gut, die ein oder andere Ausfallserscheinung gibt es auch, Radlerhosen, aber welche mit unterfütterter Sitzfläche. Also jetzt mal mehr ein Fall für Koma. Fr. Kitty Koma.

Kurzum, ich stach sehr heraus, wie ich mit Anker Ulrike und 20 Metern Rückholfädchenschnur in Rot an der Kasse anstand, mit meinen FlipFlops, den schwarzen Hemd und dem kleinen Bäuchlein.

Freitag, 4. Juli 2008

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Hello!!!!!!!!!!!!
My name Aleksandr!!!!!!! You know, what at you very remarkable structure? Yes it is valid so. I have read your structure. And you have seemed to me very good and remarkable the man. I would like to get acquainted with you. I would be very happy to our acquaintance. If you also want to get acquainted with me. I shall be very glad. Write to me on mine mail. Aleksandropen@rambler.ru

Reste

Auf dem Dachboden die Tasche von Vater gefunden, die er immer zur Arbeit mitnahm, auch als er vor 24 Jahren auf dem Weg zur Arbeit von einem LKW in einer geschlossenen Ortschaft mit über 80 km/h überfahren wurde.

Es war außer der Stullendose noch alles drin, seine Augentropfen, der Zollstock, sein Notizbuch, auch eine noch ungeöffnete Halbliterflasche Bitburger und eine neue Packung Africaine-Zigaretten.

Als ich klein war, aß ich mit Begeisterung die angetrockneten Butterbrote, die er wieder mit nach Hause gebracht hatte, das waren nämlich "Hasenbrote", die ihm der große alte Hase, der irgendwo an der Straße wohnte, für mich mitgegeben hatte.

Donnerstag, 3. Juli 2008

... Wird Wirt

Ich bin übrigens staatlich geprüfter und diplomierter Ameisenwirt.

Das (durchaus ernst gemeinte) Diplom habe ich beim Durchsehen alter Papiere gefunden.
Wußte auch nicht, daß ich das bin, und weiß auch nicht, was das ist.

One Last Look Around the House Before We Go

Wie die Herren Bacharach/David so schön und dazu noch treffend am allerschönsten von Ms. Warwick singen lassen haben:

A Chair is still a Chair
Even when there's no one sitting there
But a Chair is not a House
And a House is not a Home
When there's no one there
To hold you tight
And no one there
You can kiss Good Night.

A Room is still a Room
Even when there's nothing there but Gloom
But a Room is not a House
And a House is not a Home
When the two of us
Are far apart
And one of us
Has a broken Heart.

Now and then
I call your Name
and suddenly your Face appears
But it's just a crazy Game
When it ends
It ends in Tears.

So gesehen, bin ich froh, nach neun Stunden Autobahn wieder zuhause in Berlin gelandet zu sein.
Aber die Reise war gut und schön und wichtig und ich war gut aufgehoben und habe jetzt etwas mehr Frieden.

Dienstag, 1. Juli 2008

und über mir die Sterne

Was man in der Stadt immer komplett vergißt, wieviele Sterne an einen einzigen Nachthimmel so passen.

Gestern Nacht fast eine Stunde in den klaren glitzernden Himmel gestarrt, Millionen und Abermillionen von Sternen, sogar die Milchstraße war gut zu sehen, ich mit Zigarette, so als kleines rotglühendes Sternchen von unten am Gegenleuchten.

Für nächstes Mal vorgenommen, bis dahin die Sternbilder wieder gelernt zu haben, früher kannte ich die alle.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Gülle

Wer jetzt denkt, das wäre immer todromantisch auf dem Dorf, mit den alten Rosen und den Gärten und den alten knorrigen Menschen, die abends vorm Haus sitzen und bodenständige aber überraschende Weisheiten bereit halten, der hat nie erlebt, wie es stinkt, wenn eben einer jener Menschen sein Jaucheloch leerfährt und in der Gegend auf den Feldern verteilt. Es stinkt so sehr, daß man davon wach wird.

(in der Rubrik 'Auch Scheiße'

Dienstag, 24. Juni 2008

Von Bord

Der Schwager hat die Uhr zurückgestellt, die immer präzise 10 Minuten vor ging, damit man mehr Streß und Terror hatte, wenn man mal wo hin mußte.

Ich lasse immer alle Türen auf, die waren früher immer alle geschlossen, Tür auf, durch, Tür zu, am besten mit lautem Anschlag.

Auch bei der Kaffeemaschine ziehe ich nicht auch noch den Stecker, zusätzlich zum Ausschalten - muß reichen.

Abends bemühe ich mich nach ihrer Zubettgehzeit besonders, NICHT leise zu sein, was mir kaum gelingt.

Um nur einige Beispiele zu nennen.

Ja, das würde ihr ganz und gar nicht passen.
Aber dann hätte sie eben an Bord bleiben sollen, dann hätte sie es weiter unter Kontrolle halten können.

Montag, 23. Juni 2008

Notizen aus der Provinz

Himbeeren, Erdbeeren. Himbeeren, Erdbeeren, Erdbeeren. Himbeeren. Und in ein paar Tagen dann auch noch Johannisbeeren. Ich bin ein Beer.

Die Schwester hat sich komplett verändert, 1000% zu ihren Gunsten. Ein Wunder. Man müßte eine Marienkapelle errichten.

Gestern abend ein Gewitter, rundum, Blitze, Donner Sturm und Hagel, da war was los. Da könnt ihr mit euerm Türkenkorso nach Fußball komplett zuhause bleiben, im Vergleich.

Fliegen, Fliegen, Fliegen. Die muß ich jetzt alle selbst erlegen, hält mich ganz schön auf Trab. FlipFlops und Fliegenklatsche.

Freitag, 20. Juni 2008

Schwere Reise

So, ich bin dann mal weg. Eine schwere Reise, eine große Reise, nicht nur wegen der 750 Kilometer hin und zurück.
Aber wahrscheinlich eine gute Reise, zumindest eine wichtige Reise.

Sie wird nicht mehr in der Türe stehen, um mich zu begrüßen, immer ein wenig grauer, weicher, bleicher, kleiner, als ich sie in Erinnerung habe. Sie wird auch keine Kerze angezündet haben, damit ich gut ankomme, die sie dann versteckt, damit ich nicht wütend werde.
Dafür werden zwei oder drei andere dort stehen, und wissentlich vergeblich versuchen, die Lücke zu füllen. Sie werden mein Lieblingsessen gekocht haben, wofür sie tagelang in der Nachbarschaft herumgefragt haben, um zu wissen, wie das überhaupt geht.

Die Rückfahrt wird wohl ein kleiner Umzug sein. Das behalte ich, jenes brauch ich nicht mehr, dies hätte schon lange weggeschmissen gehört, das hab ich neu gefunden, daraus läßt sich noch was machen, und das hat noch nie wirklich funktioniert oder gut getan, das bleibt hier, das kommt mit. Vielleicht werden die zwei Leben dann ein, meins.

Macht euch schöne Tage! Ich werds auch tun!

Der kleine Lucky ist jetzt 3

Na da hab ich mir was ins Haus geholt: Zwilling Aszendent Steinbock, Mond im Skorpion, Mars im Widder, Venus im Krebs und die Sonne im fünften Haus, so ist der, der kleine Luckystike-Blog.

Nicht einfach, der kleine Kerl, wenn man so in sein Horoskop schaut:

Du willst vor allem Du selbst sein und wirst Dich allem oder jedem widersetzen, das Dich zwingt, Dich an etwas anzupassen, das Du nicht akzeptieren kannst. Du bist ziemlich wettbewerbsorientiert und hast eine Menge Energie.

Wenn Dich jemand verletzt, kannst Du wirklich sehr böse werden, denn Du bist sehr stolz. Du hast ein ausgeprägtes Gespür für Ehrlichkeit und gehst sehr direkt mit anderen Menschen um.

Du hast einen schnellen und agilen Verstand und bist so neugierig, daß Du jede Frage möglichst schnell beantwortet haben willst. Wenn Du älter wirst, wird es sehr wichtig werden, Deine Konzentrationsfähigkeit zu vergrößern.

Du bist eine praktisch veranlagte Person, zurückhaltend und ehrgeizig. Du möchtest gern etwas Bedeutendes in dieser Welt erreichen, und Du bist gewillt, dafür auch zu arbeiten.

Wie Du die Dinge siehst, hängt sehr stark von Deinen Emotionen ab, wodurch Dein Denken vielleicht nicht sehr klar und objektiv ist. Eine Sache, die man Dir auf logische Weise präsentiert, läßt Dich unberührt, außer, sie spricht auch Deine Gefühle an.

Diese Mondstellung spricht auch dafür, daß Du an Landwirtschaft interessiert bist.

Du bist den Menschen, die Du liebst, gegenüber sehr gefällig. Du hast das Gefühl, daß Liebe eine Art Dienstleistung ist, und je mehr Du für jemanden tun kannst, um so besser fühlst Du Dich. Vielleicht hast Du es aber nicht so leicht damit, von anderen Gefälligkeiten anzunehmen. Nur wenn Du selbst davon überzeugt bist, daß Du liebenswert bist, kannst Du es akzeptieren, von anderen geliebt zu werden.

Hätte ich ihn vielleicht doch besser unter einem anderen Mond gezeugt?

Donnerstag, 19. Juni 2008

One Man Band

Wer auch immer gesagt hat 'one hand can't clap' oder' it takes two to tango' der hat noch nicht meinen Hinterhofnachbarn beim Fußballgucken erlebt....

Tröten, klatschen, Trillerpfeife, schreien, Böller, Rassel. Und er ist nachweislich alleine.

;-)

(Unnötig zu sagen, nach dem Sieg stürzte er aus dem Haus um auf der Straße mit den anderen Deppen Mitfiebernden zu feiern, natürlich nicht ohne den Fernseher auf voller Lautstärke anzulassen und die Fenster sperrangelweit auf.)

Live a little!

An dieser Stelle wäre jetzt eigentlich einer von zwei längeren, nachdenklichen bis deprimierenden Texte erschienen.
Tut er aber nicht. Wir können auch anders.

Laden Sie sich Gäste ein, machen Sie ein schönes Essen, (oder lassen Sie machen, noch besser), riechen Sie an den Blüten, treffen Sie angenehme Menschen, kratzen Sie sich ausgiebig am Arsch, was auch immer Sie weiterbringt: Machen Sie es sich doch mal schön!
Come on, live a little!
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So viel Rauch, so wenig Feuer?

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marco (Gast) - 2014/08/17 11:11
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Naja, wie alle halt ich diese weiße kalte Hölle nicht...
luckystrike - 2013/03/23 19:55
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Nein, ich meinte doch, seit diesem Posting wieder etwas...
arboretum - 2013/03/23 19:21
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Klar gehts besser. Aber ein bissel Trauer für Mogli...
luckystrike - 2013/03/22 20:54
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Treue Seele. Ich hoffe, es geht Ihnen wieder besser.
arboretum - 2013/03/20 18:16
Tränen für Mogli
Es ist schon etwas unglaublich, besonders wenn man...
luckystrike - 2013/03/17 18:04

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