Mittwoch, 8. April 2009

Ohne Vorspiel

Berlin kann in Punkto Frühling einfach kein Vorspiel, es kann nur Rums-Bums.
Nichts mit erst mal den dünnen Mantel hervorkramen und die Wollpullis gegen dünnere Shirts eintauschen.
Nein, gleich T-Shirt und - bei manchen - Shorts.
Nichts mit einen zarten lauwarmen Wind, der Erlösung vom Wintersehnen verspricht, nein, gleich 24 Grad, die die armen langerwarteten und heiß ersehnten Krokusse und Narzissen binnen weniger Tage verbrennen.

Aber was solls, besser als gar kein Sex Sommer.

Dienstag, 7. April 2009

Pralles Leben - so und so

Dralle Zeiten, Frühling, Wärme, langsam und noch etwas wacklig auf den Beinen kriecht die seit Monaten eingemottete Lebenslust wieder aus dem Schrank.

Halbnackte Dachdecker erinnern an längst vergessenes Verlangen, und daß Wunder geschehen. Können. Könnten.

Was vorher geschah: man saß in der goldenen Morgensonne mit Blick auf pralle Blümchen. Und weinte eine Stunde lang am Telefon. Die Halbschwester meiner Mutter ist im Krankenhaus, Magenkrebs, sehr ernst die Lage. Offensichtlich ist sie nicht gut über den Winter gekommen und hat anscheinend in vielen Schlaflosen Nächten schon eine einsame Entscheidung getroffen. Viel zu jung, noch nicht dran.
Nun würde ich nicht jeder Tante so nachheulen, aber es ist beeindruckend, über wie viele Schatten eben jene gesprungen ist in den letzten Jahren, noch selten hat sich jemand so um mich bemüht, so viele Mauern eingerissen, um Kontakt zu mir zu bekommen. Wo sie doch so verschlossen ist, eigentlich.

Danach dann eben jener Anblick auf dem Dach. Tod und Leben in einem Atemzug. Schon viel und heftig.
Und weil da in aller Intensität offensichtlich in der Mitte etwas ganz Häßliches und Unnützes fehlt, macht dann im Büro der Monsterkunde mächtig Ärger, den ich letztes Jahr leider doch nicht los wurde.

Wahrhaft, prall, das Leben.

Gestern beim Müsliessen lugte etwas dunkles, rundes aus dem Joghurt hervor. Ich hab es dann schnell untergerührt, aber dann kam mir der Gedanke: War das jetzt eine Rosine, oder doch vielleicht eine Spinne? (Ich hatte vorher die Spinnweben von der Zimmerdecke weggefegt)
Ich habe das Müsli dann doch vorsichtshalber entsorgt, würgte dann aber doch ganz schön an dem einen Löffel, den ich schon geschluckt hatte.

Montag, 6. April 2009

Familienwarze

Seitlich an meinem Nacken, 4 Zentimeter unter dem Haaransatz auf dem Weg in die Schulterkurve, befindet sie sich: meine Familienwarze.

Sie ist groß, schwarzbraun und steht gehörig hervor. Auf ihr wachsen drei dicke schwarze Borsten, die immer lang herausragen, egal, wie oft man sie abschneidet.

Sie kommt von mütterlicherseits und alle Familienmitglieder dieser Richtung haben sie. Da bin ich schon extra so weit weg gezogen, aber mittlerweile habe ich den Verdacht, sie hält mich mit der Posse in funktelepathischer, nicht unterbrechbarer Verbindung

Freitag, 3. April 2009

Deutlich mehr Taube auf dem Dach

Haben Sie im Frühling auch manchmal so unerklärliche Hormonschwankungen? Ich führe das auf die Narzissen zurück, die auf der Terrasse um die Wette blühen...

taube1

taube2

taube3

Ich wäre ja sehr gespannt, was über 25 Grad passiert, muß aber leider jetzt ins Büro.

Edit: Ich blöde Sau!
Jetzt erst fällt es mir ein: ich hätte hochgehen können, mit dem Angebot, ihn einzucremen!

Mittwoch, 1. April 2009

Taube auf dem Dach

Schöne Aussichten im Frühling, und dann auch noch mit schwerem Gerät! (Wir berichteten, ist allerdings ein - nicht weniger ansehnlicher - Kollege)
taube
(Und ich den ganzen Morgen hinterm Fenster mit der Kamera, extra für Sie, wie ein Paparazzo)

Dienstag, 31. März 2009

Sparen Sie sich das, Audrey hat das nicht verdient!

Mich und meinen Wochenendbesuch verschlug es zur Audrey-Hepburn-Ausstellung im U-Bahnhof im Hauptbahnhof, ausgerichtet u.a. von Bahn und BVG.
Allein das hätte Warnung genug sein sollen, aber der Unternehmungsdruck war zu groß.

In einem häßlichen Raum mit häßlichem billigen Teppichboden waren eher wenige Exponate verteilt. Was dafür aber reichlich verteilt war, war der Dieselabgasdunst der unter dem Raum verkehrenden Züge. Hunderte Lufterfrischer konnten nicht verhindern, daß man sich nach der knappen Stunde, die man durch die Ausstellung braucht, halbvergast vorkommt, so wie bei einem gehörigen Schienenersatzverkehr

Einige der Exponate allerdings waren schon reizend und berührend, wenn auch viele der Kleider nur von Givenchy erstellte Nachbildungen waren. Beeindruckt hat mich, welch eine zarte petite Person Audrey gewesen ist, wenn man die Taille ihrer Kleider sieht, und daß sie gar nicht so große Füße hatte, wie es manchmal aussah. Größe 38, halt nur im Verhältnis und weil meist absatzlos wirkten die Füße so groß.

Ansonsten Fotos, Familienfotos, Statements von Kollegen usw., Interviews in Endlosschleife. Auch die persönlichen Sachen blieben unpersönlich, was allerdings der fantasie- und lieblosen Ausstellungsgestaltung zuzuschieben ist.
An manchen Glaskästen klebten noch die Nummern-Aufkleber vom Aufbau, viele Kästen oder Beschriftungen hingen schief oder lösten sich, und irgendjemand sollte den Ausstellungs-Nichtgestaltern sagen, daß, wenn man Plexiglasscheiben doppelseitig behängt, man jeweils von der Rückseite die häßliche Rückseite der Vorderseite sehen kann. Ürgs.

Viele der Beschriftungen waren falsch angebracht, nicht nur die, die vielleicht nur ein Fachmann bemerken würde, aber jeder Depp würde doch merken, daß rote Pumps keine schwarzen Ballerinen sind. Würde man denken.

Einen Shop gab es auch, aber die Schamesröte trieb mich innerhalb von 2 Sekunden wieder hinaus.

Guter Zweck hin oder her (war für Unicef gedacht), so eine schlampige und lieblose Ausstellung hätte nicht mal ein Herr M*hdorn verdient, geschweige denn einer, ach was, DER Ikone des Stils und guten Geschmacks des letzten Jahrhunderts - immer graziös, immer perfekt, Audrey Hepburn.

Sparen Sie sich die 9 Euro Eintritt, spenden Sie die, wenn nötig, direkt und danach gönnen Sie sich einen schönen Bildband, Breakfast at Tiffanies, Wait until Dark, The Children's Hour, Charade oder welchen Film auch immer und einen schönen Cocktail.
Eine Unverschämtheit, das.

Freitag, 27. März 2009

Böse böse

Nicht lustig:
anhaenger

Als Zweitfamilie Fritzl einmal einen Campingurlaub machte...

Mittwoch, 25. März 2009

Vertragsmormone

Vor dem Altar der Hausratsversicherung gelten mein Mitbewohner und ich als Lebenspartnerschaft, wenn auch nur dort eingetragen.

Seit gestern habe ich mit einer Freundin ein gemeinsames privates Konto, um dort die Einkünfte unserer gemeinsamen Briefkastenfirma zu verwalten, also haben wir jetzt auch einen gemeinsamen Briefkasten. Ringe mußten wir aber nicht tauschen.

Vor Jahren hatte ich auch eine eingetragene LPG-Lebenspartnerschaft zur Erlangung besserer Konditionen beim Bio-Einkauf. Doch weil ich nie nie nie im Leben Bio einkaufe (gut, ich gebe zu, ich war einmal da, um meine Vorurteile bestätigt zu sehen) sah sich jene Freundin nach jemand anders um, mit dem sie sowohl im Punkte Bio-Einkauf wie auch in horizontaleren Aspekten der Partnerschaft mehr anfangen konnte als mit mir.

Auch zur Erlangung des Pachtvertrags eines Schrebergartens mußten eine lesbische Freundin und ich Partnerschaft vorheucheln, und warne so die wahrscheinlich erste eingetragene schwullesbische Lebenspartnerschaft in den Augen des Kleingärtnervereins Schöneberg-Tempelhof.

Soll jetzt aber keiner von mir sagen, ich sei ein Flittchen.

Dienstag, 24. März 2009

Hihi, erwischt!

bodypaint
(Klick vergrößert)

Ob der fast noch junge Mann sich vor jedem Date auch den Waschbrettbauch mit dunklerem Schminkstift nachzieht?
Und ist das dann wasser- oder sonstige-Flüssigkeits-fest?
Oder sollte es gar eintätowiert sein, und bleibt das bei zunehmender Beanspruchung durch die Erdanziehung dann auch an den richtigen stellen?
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lucky strikes

the sacred and the profane

So viel Rauch, so wenig Feuer?

Du bist nicht angemeldet.

Rauchzeichen an:

luckystrike-ätt-wolke7-punkt-net

kiekste, wa?

Galanthus

Schall & Rauch:

geile bsau
geile bsau
marco (Gast) - 2014/08/17 11:11
Merengue
Ich liebe Tango. Bzw. ich liebe Lateinamerikanische...
Sepp (Gast) - 2013/12/13 15:12
Goodbye Vienna! Hello...
Liebe Herrschaften und Herrschaftinnen, Sie müßten...
luckystrike - 2013/03/23 21:30
Naja, wie alle halt ich...
Naja, wie alle halt ich diese weiße kalte Hölle nicht...
luckystrike - 2013/03/23 19:55
Nein, ich meinte doch,...
Nein, ich meinte doch, seit diesem Posting wieder etwas...
arboretum - 2013/03/23 19:21
Klar gehts besser. Aber...
Klar gehts besser. Aber ein bissel Trauer für Mogli...
luckystrike - 2013/03/22 20:54
Treue Seele. Ich hoffe,...
Treue Seele. Ich hoffe, es geht Ihnen wieder besser.
arboretum - 2013/03/20 18:16
Tränen für Mogli
Es ist schon etwas unglaublich, besonders wenn man...
luckystrike - 2013/03/17 18:04

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Es lebt

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