Donnerstag, 4. Juni 2009

Besser als Bloggen

Grade eben beim Kaffee holen (heute hats einwandfrei geklappt) die Berge Geschirr und Müll gesehen und gedacht, warum nicht mal eben die Spülmaschine einräumen?
Eins folgt aufs andere, Müll entsorgen, Küche abwaschen, und schwupp-di-wupp habe ich eine blitzende, blanke, glänzende Küche (gut, Boden war auf die Schnelle nicht drin.)

Also außer daß ich jetzt Spülhände habe, ein weitaus befriedigenderes Gefühl, als hier rumzuschauen, wer alles nichts gechrieben hat!

Mittwoch, 3. Juni 2009

The Way we were

Wenn man morgens beim Kaffeeholen in der Küche steht, und wenn man dann einen Moment nicht aufpaßt, und wenn man dann statt Kaffeekanne von der Kaffeemaschine die Weißweinflasche aus dem Kühlschrank in der Hand hat, und wenn einem das dann nur aufgrund der falschen Temperatur auffällt, dann, ja dann, war das wohl doch ein langes Wochenende.

Dienstag, 2. Juni 2009

Never too long

Langes Wochenende? Was bitte war daran lang?
In meinem Alter braucht ein langes Wochenende mindestens 7 Tage, zumal wenn die Party mittendrin liegt statt am Anfang.
Aua aua, auch wenn dies eine kurze Woche ist, die scheint mir entschieden zu lang. Logisch, nicht?

Und dann noch dieser schlimme Muskelkater, der aber nicht von der Party kommt, sondern von der jährlichen Terrassenpflanzaktion, die immer mindestens 4 große Müllsäcke Erdaushub und Pflanzenreste beinhaltet.
Temperaturbedingt erfolgte das ganze nur mit einem Schlüpfer bekleidet, so daß ich nach kurzer Zeit aussah wie eine Moorleiche, die Erde blieb halt eben überall kleben. Ganz zu schweigen von dem Ameisen, denn nebenbei habe ich noch zwei Ameisennester ausgehoben.
Ich hab noch nicht überall nachsehen können, aber ich hoffe, die Ameisen haben ihre Kokons nicht irgendwo an schwer zugänglichen Stellen meines Körpers deponiert.
Naja, zur Not muß der Osteopath nächste Woche nachschauen.

So, und jetzt frisch und frei ins Getümmel. Ürgs.

Montag, 1. Juni 2009

Happy Birthday, Glammie-Darling!

Thank you, but No

"ich bin suche sex live sex ich bin sex 2 sutunde arsch ficken garanti "

Also schon ein attraktives Angebot von Mr. Sex himself anscheinend, hervorragend flankiert von Messages "hi"
"danke treffen" "treffen" - Reduce to the Max, gewissermaßen.

Garantien sind was Schönes, aber 2 Stunden, nein, das geht nicht. Hätte er 1:45 gesagt, oder 2:10, hätte ich mich vielleicht einlassen können, aber so, leider leider... nicht mein Zeitfenster...

Samstag, 30. Mai 2009

Trennkost hilft!

Da ich ja mein kleines ungepflegtes Hirn überhaupt nicht um die Logik der Trennkost herum bekomme, weiß ich bei fast keinem Nahrungsmittel, ob ich es jetzt essen können darf oder nicht.
Äpfel, also Äpfel sind fast unbedenklich, obwohl irgendwo saure Äpfel den Proteinen und süße den Kohlehydraten zugeordnet werden. Oder andersrum. WTF?

Also esse ich in erster Linie Äpfel und verzichte vorsichtshalber auf anderes. Weil dann der Magen so furchtbar grummelt, vielleicht noch ein Snickers hinterher, wenn ich nicht gleich beim Glam auf Käsespätzle mit Zwiebeln lande.

Scheint aber trotzdem zu helfen, die Waage zeigt 3 Kilo weniger, in nur gut über einer Woche. WTF?
Nur irgendwie habe ich das Gefühl, das ist noch nicht der richtige Weg ;-)

Freitag, 29. Mai 2009

Gottlose Stadtrundfahrt

Aufmerksam gemacht durch eine alte Freundin, die ihren Geburtstag dort feiern will:

gottlos
Die Idee dahinter:
Eigentlich wollten wir nur ein paar Linienbusse beschriften. Mit unserem „Unglaubens-Bekenntnis“, dass es wohl keinen Gott gibt und daher die Menschen für ihre Moral selbst verantwortlich sind. Zunächst in England und dann weltweit hatte das ganz prima geklappt und neben viel Zuspruch auch kontroverse Debatten ausgelöst.

Doch im scheinbar säkularen, aufgeklärten Deutschland bekamen wir Probleme: 17 verschiedene Verkehrsbetriebe verwahrten sich gegen unsere Werbung – während dort für Religionen oder Bordells am laufenden Meter geworben wird. Religionen sind durch ein Antidiskriminierungsgesetz geschützt, ob dies auch für unsere Weltanschauung gilt muss nun ein langwieriges Musterverfahren klären.

Buskampagne

Ich finde diese schöne Idee unterstützenswert. Also wenn der Bus bei Ihnen vorbeikommt, fahren Sie doch ein Stückchen mit oder winken Sie freundlich. Das können Sie auch in anderen deutschen Städten, der Bus macht danach eine Deutschland-Rundfahrt.

Schade nur und leider typisch deutsch: In Deutschland lautet der Hauptspruch:
Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.
Ein erfülltes Leben braucht keinen GLauben.
oder:
Werte sind menschlich - auf uns kommt es an.
oder:
Aufklärung heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Das finde ich sehr schade, denn in Großbritannien war das Motto:
There's probably no God.
Now stop worrying and enjoy your Life.


Das hat doch einen deutlich lustvolleren und befreienderen Ton, ohne daß einem wie in Deutschland gleich noch eine Verantwortung übergeholfen wird. Schade.

Dienstag, 26. Mai 2009

Voller Körpereinsatz - im Liegen

Wenn Sie morgen nichts neues von mir lesen, dann legt das wahrscheinlich am Muskelkater, der mir heute prophezeit wurde. Sehr glaubwürdig, übrigens.
Der kleine, unglaublich hübsche Osteopath hat heute meinen massigen Leib eine Stunde lang (60 Euro, kammanixsagen) gebogen, verbogen, verdehnt, gezogen, bestiegen, geknetet, gedrückt, gequetscht, zertrümmert, zerknotet. Und zwar Faser für Faser, Sehne für Sehne, Knochen für Knochen. (Das mit dem Fett lassen wir mal weg.)
Während ich die ganze Zeit damit beschäftigt war, nicht zu rülpsen oder gar zu pupsen.
Weswegen er mich andauernd ermahnen mußte, ich solle atmen. Ich solle mich in die Situation einatmen. Was auch funktioniert hat.
Vor lauter Hyperventilieren kam mir dann, als er mit allen Fingern mit seinem vollen Körpergewicht auf meiner unteren Leistengegend lastete, die Analogie zum Sex, (gottseidank ohne peinliche Nebenerscheinungen.) Er war halt an all den Stellen dran, wo man selber nicht dran kommt. Und vor allem käme man gar nicht auf die Idee. Und nachher hats dann doch gut getan.

Also ich habs dann doch genossen, bin gespannt auf die Effekte. Angeblich wird der Körper den Rest jetzt selbst regulieren, und ich bin erst in 2-3 Wochen wieder dran. Schade eigentlich.

ist immerhin verdammt lang her, daß ich die nach einer Begegnung mit einem Mann noch Stunden später seine Fingerabdrücke auf meiner Haut sehen kann. Krankheit als Weg, wa!?

Sonntag, 24. Mai 2009

I've come to wish you an Unhappy Birthday

because you're evil and you lied.

Und weil du es bestimmt so haben wolltest. Dabei hast du wahrscheinlich tierisch Spaß beim heimlichen Gruppensex mit deiner Band samt Anhang. Happy 50th Birthday, Morrissey!


Aber im Ernst, jemand der so etwas schreiben kann, hat mir mindestens so viel gegeben wie die Shakespeares, späten Carters, frühe Wintersons, Parkers, Eliots dieser Welt:

If you're so funny
Then why are you on your own tonight ?
And if you're so clever
Then why are you on your own tonight ?
If you're so very entertaining
Then why are you on your own tonight ?
If you're so very good-looking
Why do you sleep alone tonight ?
I know ...
'Cause tonight is just like any other night
That's why you're on your own tonight
With your triumphs and your charms
While they're in each other's arms..."
It's so easy to laugh
It's so easy to hate
It takes strength to be gentle and kind


Ich kann die Lyrics nicht alle zitieren, die mir etwas bedeuten oder bedeutet haben, vielleicht noch:
What she said :
"I smoke 'cos I'm hoping for an
Early death
and I need to cling to something


So wurde er also 50, jetzt ein Sinatra für die Ungefickten und Deprimierten. Und es steht ihm ganz gut, wenn auch die letzten beiden Platten ein wenig langweilig geraten sind.

Einiges hätte ich ihm vorzuwerfen, begleiteten doch seine Songs und die der Smiths meine Pubertät und illustrierten mit Worten meine Befindlichkeiten. Genau wie The Cure, nur überstanden die Smiths und Morrissey die Zeiten besser, dehnte ich doch meine Pubertät bis Mitte 30 aus, und auch heute noch spüre ich wie Braille die seelischen Aknenarben aus Unsicherheit, Ungeliebtsein, Einsamkeit, Schüchternheit.

Vorzuwerfen deshalb, weil meine Sozialisierung sicher anders verlaufen wäre, hätte ich als seelischen Soundträck dieser Zeiten Kylie, Madonna oder von mir aus auch Sabrina oder Samatha Fox gewählt. "So many Men, so little Time" war nie ein Motto von mir, und heute tut mir das im Nachhinein ein wenig leid, hätte ich doch damals meinen im Nachhinein betrachtet durchaus ansehnlichen Körper nicht von innen mit so viel Selbstzweifel befüllt, sondern einfach unter die Leute gebracht.
"Free your Ass and the Rest will follow" oder so.

Dabei habe ich wahrscheinlich über all die Jahre nur einiges mißverstanden. John Peel, einer der frühen Unterstützer der Smiths zum Beispiel hat nie verstanden, warum alle die Songtexte so depressiv und defätistisch fanden, er fand sie witzig und pointiert und sarkastisch. So gesehen, ein Mißverständnis meinerseits. Man kann eben leider immer nur so weit sehen, wie der eigene Horizont reicht.
Einfach mal über sich lachen rückt manches in Perspektive. Wahrscheinlich lacht Morrissey privat sehr viel.

Ein Leser

Wow, ich bin beeindruckt, gestern hat sich hier jemand 4 Stunden lang durchs Blog gewühlt.
War irgendwo ganz ganz schlechtes Wetter? Oder war das ganze Internet gesperrt außer meiner Seite?

Freitag, 22. Mai 2009

1 Stunde überall anfassen für nur 75 Euro

Vor einem Jahr schon wollte ich endlich mal mit meinem Rücken zum dem von der Freundin empfohlenen Physio-/Osteopathen. Habe dann aber gekniffen, weil der auf dem Foto auf seiner Homepage so unglaublich gut und kerngesund aussieht, und ich mich nicht traute meinen geschundenen fetten weißen Leib dort auszustellen. (Ich kann mir generell seit einiger Zeit nicht vorstellen, mich für überhaupt irgendwen auszuziehen.)

Akuterer Leidensdruck ließ mir aber keine Wahl, am Dienstag war ich hin, um 9 Uhr morgens, was für mich schon mal an sich gar keine Zeit ist.
Umso größer der Schock, daß der junge Mann in Wirklichkeit noch sehr viel attraktiver aussah, und dazu auch noch petite und wohlproportioniert. Dunkle mittellange strubbelige Haare, dunkle wache Augen, Dreitagebart und ein unglaubliches Lächeln.
Die Demütigung, sich dort auszuziehen bis auf Schlüpper und Socken (die liebe Freundin hatte mir diesbezüglich schon einen unbezahlbaren Rat gegeben) und sich (auch noch nüchtern!) im gleißenden Morgenlicht begutachten zu lassen.
Ich nehme an, der junge Mann denkt jetzt ich sei leicht sprachbehindert.
Jedenfalls, so ein Osteopath hat eine ganzheitliche Herangehensweise, was auch bedeutet, daß er einen ganz und gar und überall untersucht. Ich glaube er hat mir in Gegenden rumgedrückt, wo überhaupt noch kein Mensch jemals war. Und den Finger in den Mund gesteckt.
Während mein Bauch auf die überaus lustige Idee verfiel, alle Saurierstimmen aus Jurassic Park (Teil 1 und 2) nacheinander nachzumachen. Wie demütigend!

Jedenfalls gab es die erstaunliche Erkenntnis, daß mein Ischias vielleicht auch ein Bandscheibenvorfall sein könnte, aber auf jeden Fall ist der tieferliegende Grund dafür mein Magen, wohl auch für die Migräne, die ich so oft habe.
Erstaunlich! Und sehr logisch, wie er es mir erklärt hat. Ich werde wohl auf Trennkost umstellen müssen.
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luckystrike - 2013/03/17 18:04

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