Donnerstag, 14. Februar 2008

Lieber Hauptstadtblog

jetzt muß ich aber doch mal was sagen.
Per Titel nehmt ihr ja für euch in Anspruch, die Hauptstadt bloggerisch zu vertreten. In gewisser Weise schafft ihr das auch, leider oft nur die sozusagen Britzer und Marienfelder Horizonte, wie mir scheint.

Grundsatzlich seid ihr fast allesamt grundsympathische und begabte Autoren, und ganz besonders zu schätzen weiß ich die Miniaturen, kleine Kuriositäten, gefunden beim Erkunden irgendeiner Ecke der Stadt. Sehr schön auch immer wieder mal einfach ein eindrucksvolles oder auch nur schönes Foto aus unserer Stadt.
Auch eure Ausflüge in die lokale Geschichte oder Testberichte wie den von den studentischen Führungen in Museen sind für mich eine Bereicherung.

Bei der Presseschau fängt es dann aber schon an: Oft zitiert ihr nicht wirklich relevante und interessante Nachrichten, sondern den x-ten Beitrag über Feinstaub, oder ob in Pankow wieder dreieinhalb Bäume gefällt werden mußten. Das finde ich nicht Bürgerservice oder 'politisch interessiert', sondern - langweilig und irrelevant.

Fahrradständer und Feinstaubbelastung scheinen euch mehr zu interessieren als was in der Stadt wirklich passiert.

Beispiel: Aus den Hauptstadtblog würde man jetzt nicht wirklich erfahren, daß zur Zeit Berlinale ist, und jetzt gerade und gerade jetzt hier die halbe Welt zu Gast ist, Stars und Monster, Dokumentarfilmer und Fans.
Genau 2 Berlinale-bezogene Artikel gibt es: einen Hinweis auf eine Ausstellung über Patti Smith, und einen darüber, daß man während der Berlinale am Potsdamer Platz keine Fahrräder an die Absperrungen anschließen darf (sic!)
Mich wundert, daß nicht über Mad Onna berichtet wurde, die ja sicher die Feinstaubbelastung (!) aufs Gefährlichste hochgepegelt hat, als sie mit ihrem Privatjet in Tempelhof (!) landete.

Und: seit eurer Renovierung fehlen einige Blogs auf eurer Blogrolls, für mich am schmerzlichsten Glamourdick. Das ist ein absolut subjektives, ich-bezogenes Blog aus, in und um Berlin. Das kann man mögen oder nicht, es ist manchmal albern, manchmal pathetisch, manchmal witzig, manchmal profan. Eins ist es aber immer: unverwechselbar und einzigartig. Und eine Berliner Stimme, die niemandem, der sich für die Hauptstadt interessiert, vorenthalten werden sollte. Das Blog gehört in die Blogroll des Hauptstadtblogs wie der Fernsehturm in eurem neuen Layout.

Was ich mir wünschen würde, daß ihr ein wenig die sicher aus journalistischem Seriositätsstreben entstandene Erstarrung und Biederkeit abstreift, mutiger werdet, hin und wieder mal einen polarisierenden, gerne auch satirisch überzogenen, völlig subjektiven Artikel veröffentlicht, euch auch ein wenig dem Glamour und Rummel und den Eitelkeiten der Stadt widmet, die nämlich den anderen Aspekt der Faszination Berlins ausmachen.

Berlin besteht aus Britz und Mitte, aus Molle & Korn und Schickimicki, aus Größenwahn und Kleingartenkolonie, aus Schnelligkeit und Lethargie. Drei Damen vom Grill und Berghain oder Cookies.
Dann könntet ihr euch Hauptstadtblog nennen, alles andere wäre Reinickendorf, wie es die Mädels aus Prinzessinnenbad nennen würden.

So, und jetzt hoffe ich, daß ich nicht aus der Blogroll fliege, obwohl mein Blog nicht wirklich unbedingt eins der Highlights dieser Stadt ist.

Nachtrag: Grade bei Sven den Blogbutton gefunden: Hauptstadtblog.de - die bloggen Berlin.
Also, der Anspruch ist schon selbstformuliert und nicht eine verfehlte Erwartungshaltung meinerseits.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Cruising Cruz - All of Them

oder: Andere Mädels haben auch schöne Brüder.

Vorgestern nchmal "Volver" von Almodovar geguckt, und diesmal sogar ganz gut gefunden.

Penelope Cruz könnte ich stundenlang zuschauen.
Dieses kleine Gesicht mit den viel zu großen dunklen Augen, dem viel zu großen Mund, der viel zu großen Nase, der kleinen Warze am Auge und den viel zu großen Kronen. So süß!

Ob sie eine gute Schauspielerin ist, könnte ich gar nicht sagen, ich gucke ihr einfach zu, wie sie eine Schnute zieht, wie sie lacht, oder wie sie sich bückt oder was. Also ich gucke ihr ganz machomäßig und unschwul auf den Arsch und ins Dekollete.
Dafür schäme ich mich dann ein bißchen, denn wir Homos neigen ja dazu, Frauen ihre Mumu abzusprechen (außer Glam, der schreibt mindestens ein paar Mal im Monat über Mumus). Dabei ist ja eindeutig zu vermuten, daß Frau Cruz eine Mumu hat und auch ganz genau weiß, was sie damit anfängt. Sogar Herr Cruise war da schon dran, bjäch.
Also jedenfalls ist mir peinlich, daß ich Penelope Cruz sexuell anziehend finde (bei Cameron Diaz oder Julia Roberts oder wem auch immer passiert mir das nicht,) und daß das mir peinlich ist, finde ich auch peinlich, oberpeinlich sogar.

Verworren? Ja. Oder verwirrt?

Aber Abhilfe ist in Sicht, denn ich habe herausgefunden, daß die süße Penelope einen ebenso sexy Bruder hat, Eduardo Cruz, wenn Sie sich hier überzeugen wollen: (Frau Cruz synchronisiert hier mit ihrer Schwester Monica einen Porno nach, ist also für fast jeden was dabei):



(Uuuuuuuh! Und ja, ich weiß, die Musik ist total egal, aber Hauptsache, mein Weltbild wackelt nicht mehr und ich kann umprojezieren. Und es bleibt sogar in der Familie!)

Und jetzt geh ich duschen. Eiskalt, am besten.

Montag, 11. Februar 2008

Von Scheise befreit

sind Strom und Bäche.
(oder so)


(Die Bikinisaison steht wohl an, hatte die Suchanfrage "Brüste basteln")

So ein sonntägliches Bloggerbrunch ist eine feine Sache, nur nächstes Mal würde ich mir den Spaziergang durch schwarzgraue Menschenschaden zum Mauerpark sparen. Wie eine Spontandemo, der Bevölkerungsbeteiligung nach zu urteilen für irgendwas mit Kleinfamilienförderung. Um genau zu sein, würde ich mir den ganzen erbärmlichen Mauerpark sparen. Aber ich hab ja Kreuzberg, sonst.

Auch sich die Premiere zu verkneifen führt zu einem gemütlichen Sonntagabend mit Prinzessinnenbad, Jodie Foster und der Fremden in ihr (ich dachte, sie sei seit Jahren fest vergeben?) sowie einem üppigen kalten Buffett in Sofareichweite.

Prinzessinnenbad ist jetzt auch auf DVD raus, wenn Sie es noch nicht gesehen haben, dann aber fix! Und wenn Sie es schon gesehen haben, dann auch fix, nochmal gucken!

Außerdem bin ich smitten. Smitten vom überaus charmanten, quicken Tod Spango, der ebendort Kontributor ist. Rauchen Sie weiter und ziehen Sie näher nach Berlin!
Außerdem fordere ich auch hier eine Ausweitung der Choke-Women-Serie, gerne erst als Grahic Novel, und dann in Verfilmung mit Anjelica Huston und vielleicht Cher. Wenns sein muß auch Christiane Hörbiger und Ruth Maria Kubitschek, die hats allein schon durch den zickigen Namen verdient.

Sonntag, 10. Februar 2008

ick steh in volla blüte

christrose

Christrosen blühen von selber eigentlich eh nicht Weihnachten, würd ich auch nicht machen, wenn ich eine wäre. Fuck Weihnachten!

Jedenfalls, meine ist grade aufgewacht.

Ich liebe dieses reine Weiß von Christrosen, ein reineres gibts - außer als Nicole Kidman - nicht.

Freitag, 8. Februar 2008

ich bin eine Immobilie

Es ist wahrscheinlich ein wenig ungewöhnlich, aber ich hab in meinem Leben erst 4 Jobs gemacht (außer Zuvieldienst), drei davon Studijobs, und in keinem von diesen habe ich oder wurde ich gekündigt, entweder war das Projekt zuende, die Firma am Ende, oder ich wurde weitergereicht an den nächsten Job.

Alle diese Jobs haben nicht das Geringste mit meiner Ausbildung zu tun.

Bewerben inklusive Bewerbungsgespräch habe ich mich in meinem Leben auch erst zwei Mal müssen, einmal davon nicht erfolgreich, da wäre ich heute mangels Erfahrung wohl reichlich aufgeschmissen. Aber glücklicherweise steht da ja auch nichts an.

Achso, und einmal wurde ich sogar geheadhunted, das war eine Erfahrung anderer Art, so eine Art Bewerbungsgespräch erster Klasse. Aber da ich ahnte, um welchen Job es ging, habe ich das Schmerzensgeld gleich mit in das Jahresgehalt einkalkuliert, und das war denen dann doch zu teuer (Im Nachhinein habe ich herausgefunden, daß selbst der Geschäftsführer nicht so viel verdient, wie ich haben wollte, gacker. War aber auch eine Phantasiesumme.)

Und umgezogen bin ich in meinem langen Leben auch erst dreimal.

Ich glaub, da kann man schon beständig sagen. Beständig bis zur Lähmung. Eine Immobilie.

Edit: und eine Klopselfe, wie ich grade eben erst herausgefunden habe. Was ich ganz unglaublich großartig finde.

Donnerstag, 7. Februar 2008

meine notmilch ist wohl schwul

die ich für Unvorhergesehenes im Kühlschrank horte (ich finde Milch eklig und meide sie), hört auf den Namen "TUFFI".

Hört sich irgendwie sehr GAY an.

Dienstag, 5. Februar 2008

die maske

(Nein, nicht der Film mit Cher)

Als ich klein war, gab es im Haushalt eine alte Till Eulenspiegel-Karnevalsmaske, vor der ich panische Angst hatte. Eine lange geschwungene Nase, joviale rote Wangen, ein spöttisch grinsender Mund und manisch heitere hervortretende Glubschaugen.
Die Maske wohnte in einem Schrank unterm Dach, und schon der Gedanke daran konnte mir schlaflose Nächte und Alpträume bescheren: das Böse lebte unterm Dach, sozusagen lebendig begraben. Sich einfach mal die Treppe zum Dachboden hochtrauen und das Ding einfach wegzuwerfen, das hätte ich mich nie getraut.

Das Problem war außerdem, daß in einem Nachbarort ein Mann wohnte, der der Maske unglaublich ähnlich sah, er war sehr groß und dünn, etwas verwachsen und seine Gesichtszüge schienen denen der Eulenspiegelmaske nachgeschnitzt. Der Mann war geistig behindert, hatte einen wilden Blick und mußte, wohl auf dem Weg zu seiner Behindertenwerkstatt, denselben Bus nehmen, den ich als Schulbus nutzen mußte.
Qualvolle halbe Stunden voller nackter archaischer Angst mehrmals die Woche. Was hätte ich damals für ein Unsichtbarkeitscape gegeben.

Schon allein deswegen, geht mir weg mit Karneval. Es ist nicht die Art von Spaß, den ich verstehe.

Samstag, 2. Februar 2008

streikopfer

Von mir aus kann die BVG ruhig streiken, ich bestreike die ja auch. Sind wir quitt.

Dachte ich.

Was ich nicht bedachte, ist daß meine kleine runde süße Hausperle so den Weg in meine große eckige schmutzige Butze nicht findet, und ich heute Haushalt machen muß.

Der schönste Moment der Woche, am Freitagabend nach Hause zu kommen, die Woche im Rücken, und alles blitzt und blankt und riecht gut und alle losen Enden sind irgendwo versteckt und verstaut, und das Bett ist gemacht - nüschte. Meine eigene Verwahrlosung gähnt mir mit ungeputzten Zähnen ungeduscht entgegen.

Ich finde so einen spontan angekündigten Streik menschenfeindlich. Auch wenn man an all die armen Pendler denkt.

Donnerstag, 31. Januar 2008

pflegemittelergänzung

Wie schon geschrieben, arbeite ich ja an einer Kosmetikserie mit dem Arbeitstitel 'Out of Bed'

Da fiel mir beim Duschen ein, daß ich mal ein angeblich wachmachendes Duschgel hatte, wo auch Koffein drin sein sollte.
Alkohol ist ja in den meisten solcher Sachen eh drin, damit die Haut spröder wird und man mehr Creme kaufen muß, jetzt ist mir das letzte fehlende Ingredient eingefallen:

Meine Gesichtspflegeserie 'Out of Bed - for a distinctly bedraggled and abgefeiert Look' wird neben Alkohol, Koffein natürlich auch Nikotin enthalten müssen, damit die Grundversorgung gewährleistet bleibt.
Die Creme für den Ü-35jährigen, dem man nicht ansehen soll, daß er seit Jahren abends zuhause vorm Fernseher liegen bleibt und schon lange keine wilde Nacht mehr erlebt hat!

lick your tv, kick your tv

Herrschaften, wenn ich dieser Tage tiefe dunke Schatten unter den Augen trage, flüchtigen Blicks auf die Uhr schaue oder nach dem Ausgang suche, dann hat das nichts mit Ihnen zu tun, dann heißt das nur, daß ich dringend nach Hause muß, um mir mit ein paar scharfen Burschen die Nacht um die Ohren zu schlagen.

Hatte ich neulich noch gesagt, daß Prison Break, die erste Staffel das spannendste ist, was ich jemals gesehen habe? Vergessen Sie's!
Prison Break, die zweite Staffel, vom heißgeliebten Glämmerdick importiert, ist das spannendste (und sexieste!) was ich seit langem gesehen habe.
Die acht Jungs sind immerhin mittlerweile aus dem Knast raus, aber so richtig weit sind sie noch nicht gekommen. Knackige Jungs, verliebte Jungs, gefährliche Jungs, einer der weltbesten Schurken namens T-Bag (auch wenn das mit dem Wiederannähen der abgehackten Hand etwas fadenscheinig war) und ein tumb-süßer Latino namens Sucre (der mich an eine Ex-Affäre von mir erinert, mir wird mmer ganz warm und geborgen ums Herz.) Dazu kommt noch ein gefährlicher pill-popping Chefermittler vom F.B.I. Wentworth Miller verliert ein klein wenig in der zweiten Staffel, dafür gewinnt sein Filmbruder Lincoln deutlich an... äh, Format.
Also konnte man mich abwechselnd mit heraushängender Zunge vorm Fernseher knien sehen, wenn ich es nicht grade vor Spannung nicht aushalten konnte und auf Pause gestellt habe, um dreimal ums Haus zu rennen.

Wie gesagt: stellen Sie sich den spannendsten Film vor, den Se jemals gesehen haben, aber dann nicht in 90 Minuten, sondern in über 20 Folgen á 45 Minuten. Ach was, das können Sie sich gar nicht vorstellen, schauen Sie es sich einfach an!
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